Mobilfunknetze profitieren von gefälschten Gebühren

Berlin will mit Mobilfunkanbietern strengere Verbraucherschutzgesetze aufstellen, nachdem eine Studie einen weit verbreiteten Online-Missbrauch durch Dritte aufgedeckt hat.

Du erinnerst dich nicht daran, dich für das Pornografie-Abonnement angemeldet zu haben? Die Chancen stehen gut, dass du es nicht getan hast.Jeder achte deutsche Mobilfunknutzer wird für Online-Drittanbieter-Abonnements, die er nicht bestellt hat, berechnet, so eine Untersuchung im Auftrag des Bundesjustizministeriums. Wir erklären, wie es ganz einfach ist mobilcom debitel kundenservice kündigung zu können, um dies alles schnell wieder ins Lot zu bringen. Die Studie von YouGov, die vom Handelsblatt und dem WDR gesehen wurde, zeigte, dass Handynutzer oft zweifelhafte Abonnementgebühren für Dinge wie Popup-Pornografie und Klingeltonwerbung zahlen.

Mobilfunkanbieter wie Vodafone, mobilcom.debitel, Telefónica und die Deutsche Telekom profitieren indirekt von solchen Programmen.

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Seit Jahren erheben Netzbetreiber einen Teil dieser Gebühren, wie sie es für fast jedes Drittabonnement in ihren Netzen tun.

Kunden, die sich weigern, für solche umstrittenen Abonnements zu bezahlen, werden nach Ansicht von Verbraucherschützern häufig vom Dienst suspendiert.

„Mehrere solcher Fälle werden uns täglich gemeldet“, sagt Miriam Rusch, eine Verbraucherschützerin im Büro Nordrhein-Westfalen der Verbraucherzentrale.

Die Agentur von Frau Rusch hat ein Frühwarnsystem „Market Watchdog“ entwickelt, um das Problem zu verfolgen. Zwischen Oktober 2015 und Oktober 2016 wurden mehr als 1.000 Kundenbeschwerden über fehlerhafte Online-Abonnements registriert.

Kunden bemerken oft zufällig ungewöhnliche Gebühren auf ihrer Rechnung und stellen fest, dass ihnen monatelang Gebühren für Dienstleistungen in Rechnung gestellt wurden, an die sie sich nicht erinnern können.

Einer der cleveren Tricks bei solchen Betrügereien ist es, Abonnenten zu gewinnen, wenn sie eine Anzeige anklicken.

Eine schnelle Lösung des Problems fehlt jedoch zum Teil, weil Mobilfunkanbieter die rechtliche Verantwortung für etwaige Drittverträge ihrer Kunden meist ablehnen.

Als Maß für den Firmenwert unterstützen Unternehmen in Einzelfällen. Aber dem Bericht zufolge verzichten sie „selten“ tatsächlich auf strittige Kosten.

Kunden, die sich weigern, für umstrittene Abonnements zu bezahlen, werden häufig sogar von ihrem Mobilfunkdienst ausgeschlossen, sagen Verbraucherbefürworter.

Während die individuellen Kosten oft so gering sind, dass viele Kunden keine Klage erheben, liegen die kombinierten Schadenersatzansprüche in Millionenhöhe.

Gerd Billen, Staatssekretär im Justizministerium, sagte, dass Mobilfunkanbieter die falschen Anschuldigungen erleichtert haben könnten, „weil sie damit Geld verdient haben oder weil sie zu wenig getan haben, um solche Schwindler vom Markt zu werfen“.

Doch die Netzbetreiber weisen diese Vorwürfe zurück und verweisen auf die „Clean Market Initiative“ ihrer Branche.

„Wir dulden keinen Missbrauch auf Kosten unserer Kunden und ergreifen Maßnahmen gegen zweifelhafte Abonnementdienste“, sagte ein Sprecher von Vodafone. Diese Maßnahmen reichen von der Aussetzung suspendierter Transaktionen über Sanktionen bei Vertragsbruch bis hin zur Kündigung von Geschäftsbeziehungen.

Andere Mobilfunkanbieter schlossen sich dieser Meinung an.

Ein Sprecher der Bonner Telekom sagte: „Die Telekom toleriert nicht, dass unsere Kunden von Drittanbietern abgezockt werden“.

Aber kein Unternehmen würde bestätigen, wie oft es tatsächlich gegen verdächtige Abonnements von Drittanbietern vorgeht.